
I. Einleitung
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I. Einleitung
1. Hintergrund
Der Schlaganfall ist nach Herz-Kreislauf- und Tumorerkrankungen die dritthäufigste
Todesursache in den westlichen Industrieländern. Weltweit verstarben 1999 5,5
Millionen Menschen infolge eines Schlaganfalls. Dies bedeutet, dass 10% aller
Todesfälle durch einen Schlaganfall hervorgerufen werden.
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Grundsätzlich unterscheidet man zwischen intrakraniellen Blutungen (z.B.
intrazerebrale Hämatome oder Subarachnoidalblutungen) und fokalen zerebralen
Ischämien. Etwa 20 bis 25% aller Schlaganfälle werden durch Hirnblutungen
verursacht, 75 bis 80% der Patienten erleiden zerebrale Ischämien, wobei etwa 40
bis 50% durch Thrombosen und 30 bis 35% durch Embolien hervorgerufen werden.
Zu den Hauptrisikofaktoren zählen arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, die
Einnahme hormoneller Kontrazeptiva, der Konsum von Nikotin, Alkoholmissbrauch,
Störungen im Fettstoffwechsel, Übergewicht, Bewegungsmangel, koronare
Herzerkrankungen und Migräne.
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Die spezifischen Symptome des Patienten hängen
von der Lokalisation des Hirninfarktes ab. Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache
für Behinderungen, da er bei der überwiegenden Anzahl der Patienten zu
Lähmungserscheinungen und / oder zu neuropsychologischen Defiziten, wie z.B.
Aphasie führt. Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, steigt mit zunehmendem
Alter an, obwohl auch immer mehr junge Menschen hiervon betroffen sind.
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Die Diagnose eines Schlaganfalls basiert neben der Anamnese und den klinischen
Befunden vorwiegend auf der zerebralen Bildgebung. Der direkte Nachweis eines
Hirninfarktes und dessen Lokalisation erfolgt zumeist über ein zerebrales
Computertomogramm oder ein Magnetresonanztomogramm.
36,78
Nur mit diesen
Techniken sind beispielsweise ischämische Schlaganfälle von Hirnblutungen sicher
zu unterscheiden. Die Dopplersonographie erlaubt die Erhebung des zerebralen
Gefäßstatus und kann sowohl zur Früherkennung von Risikofaktoren als auch in der
Akutdiagnostik genutzt werden.
9,36
Bei der Therapie eines akuten Hirninfarktes gilt es, eine Begrenzung des
eingetretenen Schadens zu erzielen, Komplikationen und Rezidiven vorzubeugen
und in der Rehabilitationbehandlung die eingetretenen neurologischen Ausfälle zu
vermindern. Die Therapieoptionen in der Akutphase sind derzeit noch sehr begrenzt.
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